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Der Wald ist meine Erholungsquelle

Pausengespräche

Wenn Gerti Willberger eine Pause von ihrem Alltag als Jungbäuerin braucht, geht sie am liebsten zum Wasserfall im Wald. Dort, wo die Ruhe vom Rauschen des Wasserfalls unterstrichen wird, kann sie ihre Gedanken schweifen lassen und neu ordnen.

 

 

„Ich bin hier in der Region aufgewachsen, schon alleine deshalb habe ich eine enge Verbindung zu dieser Gegend“, sagt Gertraud „Gerti“ Willberger. Wir sitzen mit Gerti und ihrem siebenjährigen Sohn Tobias auf einer Bank, unweit ihres Lieblingsplatzes in Unken. Als Hintergrundmusik hören wir den Wasserfall plätschern, in den Ästen zwitschern die Vögel und besingen den sonnigen Frühlingstag. „Ich schätze unsere Region aber auch, weil sie so vielfältig ist“, nimmt Gerti den Faden wieder auf.“ Man kann alle möglichen Sportarten ausüben wie Radfahren, Mountainbiken, wandern oder klettern. Auch die verschiedenen Jahreszeiten sind bei uns sehr reizvoll.“ Gerti lächelt, als sich Sohn Tobias noch etwas enger an sie kuschelt. „Uns gefällt´s hier in den Bergen einfach, wir sind damit groß geworden.“

 

 

Fische aus dem eigenen Teich, Käse vom Nachbarn

Apropos Fischaufzucht: Die Fische aus dem Teich des Ennsmangutes kann man im eigenen Hofladen erstehen. „Wir haben vier Standbeine“, sagt Gerti. „Das ist die Milchwirtschaft, die Vermietung unserer Ferienwohnungen, die Holz- und Forstwirtschaft und eben die Direktvermarktung über unseren Hofladen. Das ist hauptsächlich mein Part.“ Wir dürfen einen Blick in den gemütlichen Hofladen werfen und die Fischspezialitäten probieren. „Wir ziehen die Lachsforellen, Regenbogenforellen und Saiblinge in unseren eigenen Teichen auf“, erklärt Gerti. „Die Fischteiche hat noch Thomas Opa angelegt. Wir haben das jetzt mit dem Hofladen ausgebaut.“ So kann man im Hofladen des Ennsmanngutes allerlei veredeltes vom Fisch erstehen – von geräucherten Filets über Fischsulze, Fischaufstriche bis zum gebeizten Lachs. Aber auch Produkte von benachbarten Bauern gibt es im gemütlichen Laden zu kaufen. „Wir haben beispielsweise Käse vom Köstlerhof oder Ziegenmilchprodukte vom Reitbauern, das ist unser direkter Nachbar.“

 

Zusammenhelfen, damit alles funktioniert

Zum Hofladen, der Donnerstagnachmittag und Freitagvormittag geöffnet ist, kommen sehr viele Einheimische. „Da sind wir schon stolz drauf, dass so viele Unkener kommen“, sagt Gerti und lächelt. „Stammkunden sind für einen Hofladen einfach sehr wichtig.“ Die Arbeit im Hofladen macht der ehemaligen Lehrerin Spaß. Damit alles läuft, hält die Familie fest zusammen und hilft sich gegenseitig. „Unser Fisch wird jeden Tag frisch gefischt, das bedeutet natürlich viel Arbeit“, sagt Gerti. „Da packt jeder an, Schwiegermutter und Schwiegervater helfen uns beim Fischen und Ausnehmen der Fische, meine Eltern passen auf die Kinder auf, Papa räuchert die Fische“, Gerti unterbricht sich und lacht. „Da sind wir schon ein eingespieltes Team. Es helfen einfach alle mit, damit es funktioniert.“

 

So kommt Ihr zum Gsengsteig

 

 

veröffentlicht von
Christina Knauseder-Csipek
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