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Pilgern nach Maria Kirchental am Jakobsweg

Viele Wege führen zu Gott – einer davon über die Berge

Das Pilgern liegt in der Natur von uns Menschen. Den Rucksack packen, feste Schuhe anziehen und einfach einmal losmarschieren. Aufbrechen und Unterwegssein. Den Alltag und den Ballast des Lebens am Wegesrand ablegen, sich auf die Gegenwart und die Zukunft konzentrieren und Schritt für Schritt den Lösungen der sich selber gestellten Fragen näherkommen. Einer der schönsten Pilgerwege der Alpen verläuft durch das Salzburger Saalachtal. Am Jakobsweg geht man dabei von Unken über Lofer und St. Martin hinauf ins malerische Maria Kirchental. Zum ‚Pinzgauer Dom‘ und dem ‚Haus der Besinnung‘.

 

Beschilderung in Unken © Salzburger Land TourismusMaria Kirchental 6 © Schlechter Fotograf Pilgerwege gibt es im Salzburger Saalachtal viele. Doch keiner ist so beliebt wie der Jakobsweg. Mit Ziel im fernen Santiago de Compostela in Spanien, verläuft der ‚Camino‘ über Unken der Saalach entlang bis nach Lofer und dann weiter hinein ins Tirolerische. Eine besondere Variante des Weges besagt jedoch, dass man in Lofer weiter dem Fluss folgen und von St. Martin aus hinauf ins Maria Kirchental marschieren soll. Ein Umweg, der sich wirklich lohnt. Denn an diesem wahrlich magischen Ort warten nicht nur ein wundervoller Kraftplatz, sondern neben dem ‚Pinzgauer Dom‘ auch das Haus der Besinnung.

 

Pilgern am Jakobsweg

Jakobsweg-Pilger erreichen das Salzburger Saalachtal in Unken, wo sie erst einmal das Quartier für die Nacht beziehen. Am nächsten Tag geht es dann mit frischen Kräften hinunter zur Saalach, wo man der Josephsallee Richtung Westen folgt. Vorbei am Sportplatz und dem Hotel Schütterbad kommt nach nicht allzu langer Zeit die Ortschaft Reith in Sicht. Teilweise auf der Forststraße, teilweise auf asphaltierten Nebenstraßen geht es weiter über Au zur Antonius-Kapelle. Auf einem schönen Waldweg kommen die Pilger zuerst nach Bairau und schließlich über den Teufelssteg ins Zentrum von Lofer.

 

Nach einer Stärkung folgt der Jakobsweg der alten Dorfstraße und einem Fußweg ab der Schlosserei bis zur Nepomuk-Kapelle. Danach wandert man am linken Loferbachufer weiter nach Westen und in Richtung Pass Strueb, wo die Grenze zu Tirol überschritten wird. Diese erste Etappe endet nach insgesamt etwas mehr als 20 Kilometern und rund 6 Stunden Gehzeit in Waidring.

 

Magisches Maria Kirchental

Möchte man jedoch ein paar Stunden länger im Salzburger Saalachtal verweilen, um die Region etwas besser kennen zu lernen, dann sollte in Lofer unbedingt der Umweg über Maria Kirchental genommen und dem Wallfahrtsort auf 880 Metern ein Besuch abgestatten werden. Dafür folgt der Alternativweg zuerst der Saalach bis in den benachbarten Ort St. Martin, danach einem Wiesenweg zum Hotel Bad Hochmoos. Auf dem Tiroler Steig, einem gut angelegten Waldweg, erreicht man schließlich nach ca. 1,5 Stunden (von Lofer aus) das Maria Kirchental.

 

Neben Maria Plain unweit der Landeshauptstadt, zählt das Hochtal sicherlich zu den meistbesuchten Wallfahrtskirchen im SalzburgerLand. Seit über 300 Jahren pilgert man aus Tirol, Salzburg und sogar Bayern hierher und besucht den ‚Bergkristall unter den Wallfahrtskirchen‘, wie Altbischof Eder den Ort so treffend bezeichnete. Entworfen wurde dieses Juwel des Barocks, das 1701 eingeweiht wurde, vom legendären Johannes Bernhard Fischer von Erlach. Besonders beeindruckend sind die doppeltürmige, zweigeschossige Ostfassade und die Weite des Raumes im Inneren. Die Kirche besitzt die bekannteste und bedeutendste Sammlung von Votivbildern in Österreich. Direkt neben dem Gotteshaus gelegen, bietet der pilger-freundliche Kirchentalwirt Stärkung und Unterkunft für müde Wanderer. Annemarie und Claudia Herbst, Mutter und Tochter, achten dabei ganz besonders darauf, dass bodenständige Wirtshauskultur aufrecht erhalten und gelebt wird.

 

Ruhige Stunden im Haus der Besinnung

Maria Kirchental gehört neben acht weiteren Plätzen zu den Heilsamen Orten der Erzdiözese Salzburg. Diesen besonderen Kraftplatz wählten die Herz-Jesu-Missionare gemeinsam mit den Missionarinnen Christi, um hier das Haus der Besinnung zu betreiben. „Die Einzigartigkeit jedes Menschen zu entdecken und ihr Raum zu geben ist uns ein großes Anliegen, genauso wie die immer neue Suche nach einer zeitgerechten Spiritualität und einem einfachen und nachhaltigen Lebensstil,“ so die Betreiber. Derzeit leben drei Schwestern und zwei Patres permanent im Hochtal, kümmern sich um die Wallfahrtsseelsorge und bieten spirituelle Begleitung in Form von Besinnungstage, Exerzitien, Bibelwochen und Meditationen.

 

In diesem Sinne: Buen Camino allen Pilgern und eine schöne Zeit im Salzburger Saalachtal.

 

Die wallfahrtskirche wartet auf euch

veröffentlicht von
Peter Zeitlhofer
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