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Rodeln von der Hochalm

schlittenfahrt im heutal

Auf die Schlitten, fertig, los. Ein Ausflug zur Naturrodelbahn Hochalm im Heutal ist Pflicht. Auch die 12-jährige Leonie versucht jedes Jahr ihre Bestzeit zu toppen.

 

Wir entscheiden uns für die große Kas­nockenpfanne, und als die gusseiserne Pfanne mitten auf den Tisch gestellt wird, gibt Papa das Kommando: „An die Löffel, fertig, los.“ Wir machen uns, jeder von einer Seite, über die Kasnocken her und das Essen aus einer Pfanne wird manchmal zum richtigen Kampf um sein Kasnocken-Revier. Schließlich haben wir die ganze Pfanne, inklusive der Kruste am Pfannenboden leergeputzt. Etwas Süßes für den Abschluss muss vor unserem Rodelrennen auf jeden Fall noch auf den Tisch, und so bestellen wir flaumigen Kaiserschmarrn mit Apfelmus und wählen aus den hausgemachten Mehlspeisen einen Topfenstrudel mit Vanillesoße und leckeren Apfelkuchen aus. Opa und Papa gönnen sich nach diesem herrlichen Essen noch einen kleinen Vogelbeerschnaps und beteuern: „Das ist gut für unseren vollen Magen und sorgt beim Rennen für den richtigen ,Kurven­geist’.“

 

Auf der Jagd nach Bestzeiten

Wir schnappen unsere Schlitten, die wir bei unserer Ankunft an die Hüttenwand gelehnt hatten und nehmen Aufstellung am Einstieg der 3,5km langen Naturrodel­bahn. Ich achte darauf, dass keiner unsere Startlinie übertritt und gebe das Komman­do: „Auf die Rodel, fertig, los.“

Ein paarmal fest mit den Beinen ange­taucht, dann nimmt mein Schlitten schon Fahrt auf und im Eiltempo geht es in die Kurve. Wie in Gedanken bereits durch­gespielt, setze ich nur kurz ein Bein zum Lenken in den Schnee, dann geht es rasant in die nächste Gerade. Ein kur­zer Blick über die Schulter zeigt, meine Verfolger sind bereits abgeschüttelt und kämpfen etwas weiter hinten um ihre Position.

Kurve um Kurve staubt der Schnee rings­um und natürlich komme ich als Erster jubelnd am Parkplatz an. Ganze 30 Sekunden schneller, als im Vorjahr und Mama, Papa, Oma und Opa kommen erst mit großem Abstand lachend angerodelt. Mama und Papa hatten sich offensichtlich ein Duell geliefert, das mit einem Sprung in den Tiefschnee endete, denn beide sehen aus wie Schneemänner. Lachend erzählen wir uns von unserer Abfahrt und beschließen nächstes Jahr wieder zur Hochalm zu wandern. Denn zum einen gibt es auf der Speisekarte noch das Hüttenbrot, das wir unbedingt kosten möchten - zum anderen kann die heutige Rodel-Bestzeit sicher noch um ein paar Sekunden verbessert werden.

 

 

Naturrodelbahn Hochalm:

Ausgangspunkt

Parkplatz 1 (gebührenpflichtig) am Eingang des Heutals, 990m

 

Schwierigkeit

Leichte, familienfreundliche Naturrodelbahn oder Winterwanderweg

 

Einkehrmöglichkeit

Jausenstation Hochalm auf 1460m

 

 

 

 

 

veröffentlicht von
Edith Danzer
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