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Süchtig nach Almleben

Gekommen, um zu Bleiben

Wie kommt eine Briefträgerin zur Kuh und von der Kuh zur „Kuhbar“? – Antonia Ostenrieder aus Bayern ging immer der Nase nach und landete auf luftiger Höhe.

 

Eigentlich ist sie staatlich geprüfte Hauswirtschafterin aus einem kleinen Dorf, 30 km von Regensburg entfernt. Dort arbeitete sie allerdings als Postbotin, weil das auch schon immer einer ihrer Träume war. Ganz plötzlich aber hörte sie diesen Ruf der Berge. Der wurde immer lauter, bis er sich nicht mehr unterdrücken ließ. So nahm sich die quirlige Oberpfälzerin einen viermonatigen, unbezahlten Urlaub, um auf der Kallbrunnalm im Naturpark Weißbach die Briefträgertasche mit dem Melkschemel einzutauschen.

 

Nach einem erfüllten Arbeitstag blickte sie dankbar in die Landschaft und staunte: über den Reiz der Bergwelt; die urigen Almhütten zwischen sanften Hügeln; den mächtigen Gebirgsstöcken und Felsen im Hintergrund. Und sie lobte den Zusammenhalt der Sennleute. „Man hilft sich, wo man kann; sitzt bei einem Feierabend-Bier, tratscht, singt, betet gemeinsam“, erzählt sie, und es klingt fast wie in einem kitschigen Heimatroman. Feuer gefangen hatte sie den ersten Almsommer, jetzt wollte die Sennerin mehr. Briefe sollten im Sommer  andere austragen. Sie molk hingegen für einen bayerischen Bauern zwölf Saisonen lang zehn Kühe und versah die Jungtiere. Mit der Hand flocht sie den Kopfschmuck der Kühe für den Almabtrieb. Sie band auch diese wohlriechenden „Kräuterbuschen“, die am „Hohen Frautag“ zu Mariä Himmelfahrt im August bei den Messen geweiht und in den Raunächten den Tieren im Stall gefüttert werden. Und sie schaffte das „Kälberziehen“ mit Bravour. „Wie schön das ist, wenn so ein Junges auf die Welt kommt“, schildert die heute 39jährige. Sehnsucht nach dem Flachland zu Hause hat sie nicht, und die Eltern und zwei Geschwister kommen sie oft besuchen. Nein, die Alm will sie nicht mehr aufgeben, das steht fest! Mit Lebenspartner Andreas Stahl aus Lofer ist sie auf die Loferer Alm gewechselt. Dort hat das Paar die „Kuhbar“ gebaut und im Winter 2012/13 eröffnet. Zu dieser Après-Ski-Bar auf der Schwarzeck-Piste machen die Skifahrer gerne den Einkehrschwung, erfreuen sich im Liegestuhl der herrlichen Aussicht und lassen sich mit coolen Drinks, wie dem „Kuhbar-Libre“, sowie mit Hausgemachtem, wie der g’schmackigen Gulaschsuppe, verwöhnen. Nachwuchs gibt es auch schon: Veronika ist vier, Katharina ein Jahr alt. Die Familie hat sich neben der Gastronomie eine Wohnung ausgebaut. Leben am Berg, das ist für die kleine „Vroni“ ganz normal. Deshalb fragte sie auch kürzlich ihre Mama: „Warum leben eigentlich nicht alle Menschen hoch über dem Tal?“

 

GENIESST EUER GEMÜTLICHES FEIERABENDBIER IN DER KUHBAR

veröffentlicht von
Christine Schweinöster
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