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120 Jahre Schmidt-Zabierow-Hütte

Interview mit Hüttenwirtin Käthe

Seit genau 120 Jahren finden Wanderer, Bergsteiger und Kletterer Schutz in der Schmidt-Zabierow-Hütte. Ein besonderer Ort in den Loferer Steinbergen, der nicht nur Ziel, sondern ebenso Ausgangspunkt vieler Touren darstellt. Seit 19 Jahren ist Katharina Filzer Meiberger Wirtin, Hausherrin und gute Seele auf über 2.000 Metern Seehöhe und könnte sich ein Leben ohne ‚ihre‘ Hütte nicht mehr vorstellen. Warum der Alltag in den Bergen langsamer als im Tal verläuft, frische Zutaten in der Küche für sie das Um und Auf sind und was bei den Jubiläumsfeierlichkeiten am 8. September auf dem Programm steht, erzählt sie uns bei einem Plausch vor der aus dem Winterschlaf erwachenden Hütte an einem sonnigen Mai-Tag.

 

Wie kann man sich denn einen typischen Tag oben in den Bergen vorstellen?

Ich bin generell immer die Erste, die wach ist. Der Tag beginnt um 5:15 mit Hören. Ob Regen auf das Dach tropft oder eben nicht. Sollte es wirklich regnen, dann kann ich noch 10 Minuten länger im Bett liegen bleiben. Die ersten Minuten des Tages gehören mir. Da steh ich vor der Tür und schau hinein in die Berge. Dann wird alles eingeschaltet und das Frühstück aufgebaut. Um 6:15 kommen dann auch meine Mitarbeiter und schön langsam auch schon die Gäste, die bei uns oben die Nacht verbracht haben.

 

Wenn dann alle weg sind, nehmen wir uns Zeit füreinander und frühstücken gemeinsam. Das ist unser Ritual und das nehmen wir uns jeden Tag. Nach dem Zusammenräumen in den Zimmern und der Küche kommen dann auch schön langsam die Leute von unten aus dem Tal und der Spaß beginnt von vorne.

 

Sehr wichtig ist auch, dass ich mein Wissen über die Steinberge mit den Gästen, vorwiegend Kletterern, teile. Oft zeige ich ihnen die Einstiege zu gewissen Routen, besprich den Wetterbericht und gib meine Einschätzung über eine Tour ab. Das ist mir ganz wichtig und wird von den Leuten auch sehr angenommen.

 

Du bist ja auch für deine besonders gute Küche bekannt. Alle Lebensmittel, die du verwendest, müssen aus dem Tal heraufgeflogen bzw. -getragen werden. Trotzdem kochst du größtenteils regional und frisch? Warum? Wäre es anders nicht einfacher?

Natürlich ginge es viel einfacher, aber das wäre nicht ich. Das Kochen ist eine meiner großen Leidenschaften und da geht es dann nur frisch. Bei uns wird jeder Teller liebevoll zubereitet, auch wenn natürlich in den Bergen die Mühe noch ein bisschen größer ist. Aber ich glaube, die Gäste schätzen das, und das freut uns dann natürlich auch wieder. Unsere Küche ist einfach, aber frisch und gut.

 

 

Wie man hört, bist du viele Bergtouren, die man von der Hütte aus in Angriff nehmen kann, auch schon selbst gegangen? Welche ist dir denn die liebste?

Früher bin ich jeden Tag nach dem Aufstehen auf einen Gipfel gegangen, mittlerweile hat sich das auf ca. zwei Mal pro Woche eingependelt. Meine Lieblingstouren sind zwei, die vielleicht gar nicht so bekannt sind und auch ein gewisses Maß an Erfahrung verlangen. Sowohl auf das Traunspitzel wie auch auf das Breithorn führt kein markierter Weg. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind ein absolutes Muss, weil es schon recht abschüssig ist. Dafür ist man alleine und kann die Berge so genießen, wie es sein soll. Ohne Rummel und Stress.

 

Viele der Wanderer und Bergsteiger kommen aus dem Salzburger Saalachtal zu dir. Was macht denn für dich diese Region aus?

Im Salzburger Saalachtal liegen meine Wurzeln, ich komme direkt aus Lofer. Ich liebe die Landschaft, die Almen, die vielen Wege und Steige in die Berge. Und natürlich die Leute!

 

Abschließend: was sind denn deine persönlichen zwei Lieblingsplätze im Salzburger Saalachtal (Logenplätze)? 

Meine Hütte, ohne Zweifel! Aber auch der Obermayerberg mit seiner herrlichen Aussicht auf die Loferer Steinberge.

 

Vielen Dank, Katharina, für den netten Plausch. Wir wünschen Dir einen schönen Start in die Jubiläumssaison und einen wunderschönen Sommer 2019.

 

ENTDECKT DIE WANDERTOUREN

 

veröffentlicht von
Peter Zeitlhofer
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