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Die Tresterer am Dreikönigstag

Ein seltener Brauch im Salzburger Land 

Die Tresterer des Trachtenvereins Unken ziehen traditionell am Dreikönigstag von Bauernhof zu Bauernhof, um Glück und Segen für das neue Jahr zu wünschen. Eine Gruppe aus Schönperchten, Schiachperchten, Kasperl und Pater ziehen an diesem Tag durch einen der Ortsteile. 

 

Am Vorabend des Dreikönigstages beginnt die letzte der drei Rauchnächte im Salzburger Saalachtal. Auch hier müssen wieder alle Hausbewohner zum „Rachn geh“ Zuhause sein. Ebenso wie bei den ersten beiden Rauchnächten geht man zuerst gemeinsam durch das Haus und anschließend im Uhrzeigersinn dreimal um das Haus. Der aus der Glut aufsteigende Weihrauch soll das Gebet zum Himmel tragen und das Weihwasser soll Unheil forthalten. 

 

Am 6. Jänner, dem Tag der Heiligen Drei Könige, ziehen die Sternsinger vormittags zum Festgottesdienst in die Kirche ein und überbringen ihre Gaben, die für die Mission ersungenen Spenden. 

 

Ab Mittag findet der Perchtenlauf, einer der ältesten Volksbräuche im Salzburger Land, statt. Die Perchten ziehen von Hof zu Hof, durch einen der Ortsteile, wo sie bereits von den Hausleuten, Nachbarn und Schaulustigen erwartet werden. Zuerst kommen die drei Schiachperchten (Krampus, Hexe, Bettelmann), welche die finsteren Mächte darstellen.  

 

Anschließend kommen die Schönperchten, die sogenannten Tresterer, auf den Hof. Sie werden vom Kasperl und dem Pater begleitet, der die finsteren Gesellen aus dem Haus verweist, damit die „Schönen“ einziehen können. Im Hausgang oder in der Stube wird dann der Tresterertanz, der Glück und Segen bringen und die Natur wieder zum Leben erwecken soll, aufgeführt. Der Kasperl treibt inzwischen sein Schabernack. Nachdem man sich gegenseitig ein gutes und gesundes neues Jahr gewünscht hat, ziehen die Perchten zum nächsten Bauernhof weiter. Ein kaum verbreiteter und in dieser Form einzigartiger Brauch im Salzburger Land.

veröffentlicht von
Andrea Posch
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