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E-Mountainbike Tour zum Dießbachstausee

Hinauf in den Naturpark Weißbach

Durch den Aufstau des Dießbaches auf der Kallbrunnalm ist in den frühen 1960er Jahren ein neuer Bergsee entstanden. Der malerische See dient in erster Linie der Energiegewinnung durch Wasserkraft, doch bietet er nebenbei auch Hochwasserschutz und ist ein lohnendes Ziel für Wanderer und Biker.  

 

Die Dießbachalm wurde bereits 1386 urkundlich erwähnt und auch ein Kaser befand sich hier. 1961 wurde aus diesem Kessel der Dießbachstausee und das gesamte Almgebiet mitsamt dem Kaser wurde überflutet. Der rund einen Kilometer lange Staudamm ist 36 Meter hoch und hält fast 5 Millionen Kubikmeter Wasser zurück.“ 

Vom Bergsee zur Energie
Beeindruckt blicke ich hinaus aufs unergründlich tiefe Wasser. Ich empfinde dieses stille Gewässer eher als idyllischen Bergsee, als einen von Menschenhand erschaffenen Stausee. Ich blicke mich suchend nach den markanten Rohrleitungen um, die ich vom Auto aus sah. Doch Waltraud verrät: „Aus dem See fließt das Wasser über einen 1.500 Meter langen Stollen durch den Fels zur Stoßwand, und fällt erst dort in die rund 700 Meter lange Druckrohrleitung - eine der steilsten Europas. So gelangt das Wasser zum Dießbach-Kraftwerk und weiter in die Saalach. Während wir unsere Füße im eiskalten Wasser des Sees kühlen, stelle ich mir in Gedanken den steilen Fall des Wassers von diesem so natürlich in die Landschaft eingebetteten Bergsee vor - vorbei an den Turbinen des Kraftwerks und hinein in die Saalach. Das Panorama ist überwältigend. Über uns lacht das Seehorn und der Rücken des Hundstod und in der Ferne erkennt man das Ingolstädter Haus. Doch nach einiger Zeit meint Waltraud lachend: „Also meine Energietanks sind jetzt wieder gut gefüllt, was hältst du von einer Einkehr auf der Kashütte?“

Abstecher ins Naturbadegebiet Vorderkaserklamm
Schnell bin ich aufbruchbereit, denn beim Gedanken an Käsebrote und Hollersaft knurrt mein Magen hörbar. Wir radeln also beschwingt zurück und lassen uns bei Helga auf der Terrasse der Kashütte nieder. Herzlich werden wir bewirtet und genießen die gemütliche Auszeit auf der Alm. Mittlerweile hat die Sonne längst ihren höchsten Punkt erreicht und als wir wieder auf der selben Route ins Tal zurückkehren ist die Sommerhitze deutlich spürbar. „Was hältst du von einem kleinen Abstecher ins Naturbadegebiet Vorderkaserklamm? Das liegt auf unserer Strecke und wäre ein wunderschöner Abschluss für diese wasserreiche Tour. Dann haben wir die perfekte Mischung von stillem und prickelndem Wasser“, meint Waltraud. Begeistert stimme ich zu, denn ein Sprung ins kalte klare Wasser der Vorderkaserklamm ist ganz nach meinem Geschmack. Also radeln wir vorbei an der Lamprechtshöhle entlang der Saalach zum Naturbadegebiet und genießen dort die erfrischende Abkühlung.
 
 
veröffentlicht von
Edith Danzer
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