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Fleissige Helfer des Christkinds

Vor zehn Jahren wurde die Bergweihnacht in Maria Kirchental erstmals veranstaltet. Seither zieht die besondere Atmosphäre dieses Ortes die Besucher magisch an. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen dieses charmanten Adventmarktes – zu jenen Menschen, die dafür sorgen, dass er alle Jahre wieder ein unvergleichliches Erlebnis wird.

 

Produkte wie Zuckerwatte kommen für sie nicht in Frage, das wird man in Kirchental vergeblich suchen. Stolz ist die Organisatorin auch darauf, dass der Markt ein zertifiziertes „Green Event“ ist, das heißt die entsprechenden Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien werden berücksichtigt. Ab Herbst kommt für Elisabeth die heiße Phase der Vorbereitung. Jetzt geht es um Details wie Marketing, Kinderprogramm, Taxishuttle und allgemeine Fragen der Organisation. Dabei arbeitet sie Hand in Hand mit ihrem Kollegen Peter, der für die handwerklichen Aufgaben zuständig ist.

 

Es werde Licht

Für Peter und sein Team wird es ab Mitte November ernst. Als erstes beginnen die Männer mit einer besonders ehrenvollen Aufgabe - es geht in den Wald um die perfekten Christbäume zu holen. In Abstimmung mit dem Förster werden die schönsten Tannen ausgesucht, geschlagen und zurecht gestutzt. Am Vorplatz der Wallfahrtskirche erhalten sie dann ein neues, glitzerndes Dasein. Peter freut sich jedes Jahr auf den Augenblick, wenn die Lichterketten angebracht sind und die Christbäume in vollem Glanz erstrahlen. Das ist für ihn der Moment, wenn er die besinnliche Atmosphäre der Adventszeit spürt. Zuletzt werden die traditionellen Standln und extra angefertigten Holzhütten aufgebaut. Auch wenn die Mannschaft dabei schon einige Routine hat, ist es immer wieder eine Herausforderung, bis alles an seinem Platz steht und gut verankert ist. Am ersten Tag der Bergweihnacht treffen in aller Früh die Standler ein und es herrscht sofort emsige Betriebsamkeit vor dem Dom. Bis alles erledigt ist, wird es noch etwas hektisch, die Aufregung ist greifbar. Es werden noch ein letztes Mal die Kabel geprüft und die Aufstellung der Hütten kontrolliert. Gibt es noch Tannenzweige für die Dekoration, funktioniert die Technik für die Konzerte und wo sind eigentlich die Flügel für das Engerl?

 

Ein Engel beflügelt die Kleinen

Ja richtig, jetzt kommt noch eine der Hauptpersonen der Bergweihnacht ins Spiel. Für Nicole beginnt ihre Aufgabe nämlich erst heute. Die Studentin schlüpft in die Rolle eines Engels und übernimmt die Betreuung der jungen Besucher. Mit ihren langen Haaren und dem weißen Gewand halten sie manche Kinder zwar für das Christkind, aber das kann natürlich nicht sein, denn das ist ja bekanntlich unsichtbar. Daher einigte man sich auf die Berufsbezeichnung Engel. „Die Kinder strahlen förmlich, wenn sie mich sehen, manche wollen mich umarmen und fragen, ob sie meine Flügel streicheln dürfen, das ist so rührend,“ erzählt die angehende Pädagogin. „Ich helfe ihnen dann Briefe an das Christkind zu schreiben. Das ist der tollste Job den man sich vorstellen kann“, schwärmt sie begeistert. Es wird auch gemeinsam gebastelt und sie liest den Kindern Geschichten vor. Besonders begehrt bei den Kleinen ist ein Foto mit dem zauberhaften Wesen, das natürlich bereitwillig für jedes Erinnerungsbild posiert. Ihre Schützlinge seien in der Regel total brav und ehrfürchtig, aber ein kleines Hoppala habe sie voriges Jahr in Verlegenheit gebracht, berichtet Nicole schmunzelnd: „Ein Bub im Volksschulalter hat mich angestarrt und gemeint, Dich gibt es gar nicht!‘. Zuerst wusste ich gar nicht was ich sagen soll, mit so etwas rechnet man ja nicht. Ich hab‘ ihm dann geantwortet, dass jeder glauben kann was er glauben will.“ Aber selbst der Traumjob hat einen Wermutstropfen - man muss dafür immerhin den ganzen Tag in der Kälte stehen. Nicole weiß sich aber zu helfen. Sie trägt unter ihrem Engelsgewand nicht nur Skihose und Anorak, sondern hat voriges Jahr erstmals beheizbare Schuhe ausprobiert. „Das hat super geholfen, man lernt ja jedes Jahr dazu“, strahlt die Studentin.

 

Für gutes Gelingen gesorgt

Wenn die Eröffnung der Bergweihnacht näher rückt, beruhigt sich die Stimmung und es kehrt Ruhe ein auf dem Platz vor dem Dom. Die Holzscheite in den Feuerschalen werden angezündet, sie knistern und verströmen Behaglichkeit. Die Anwesenden stärken sich jetzt noch gemeinsam mit einer guten Jause für den Tag, denn in den kommenden Stunden hat kaum noch jemand Zeit zum Essen. Viele Menschen helfen zusammen, damit die Bergweihnacht im Salzburger Saalachtal Jahr für Jahr die Menschen erfreut und auf Weihnachten einstimmt. Während sich Jasmin und die anderen Standler um die Wünsche der Besucher kümmern und Nicole Kinderaugen zum Strahlen bringt, sind Elisabeth und Peter die guten Geister des Marktes, die unter anderem darauf achten, dass die Feuer brennen, genügend warme Decken bereit liegen und der Platz sauber bleibt. Und ein gemütlicher „Hoagascht“ mit den Besuchern geht sich zwischendurch natürlich auch immer aus. Für die Mitwirkenden sind diese Tage mehr oder weniger besinnlich, aber sie alle freuen sich, zum Gelingen der Bergweihnacht beizutragen.

 

 

veröffentlicht von
Gudrun Dürnberger
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