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Der Staubfall im Heutal

Hinter den Vorhang der Almenwelt Lofer geblickt

Im Sommer bin ich am liebsten in den Bergen unterwegs. An den besonders heißen Tagen wie heute hätte man allerdings schon um 5 Uhr aufbrechen müssen, um nicht der brütenden Hitze ausgesetzt zu sein. Da wir heute leider Spät-Aufsteher sind, unternehmen wir eine kurze, schattenspendende Wanderung zum Staubfall im Heutal – Wildes Baden inklusive.

Von Unken aus fahren wir über das Gföll ins Heutal. Unser Auto parken wir am großen Parkplatz der Heutal-Lifte. Wir starten unsere Wanderung, gehen am Heutaler Hof links vorbei, folgen der Beschilderung Richtung Staubfall und erreichen nach nur wenigen Gehminuten den Fischbachfall, den ersten Wasserfall. Obwohl der Fischbach heute nur wenig Wasser führt, spüren wir dennoch mit welcher Kraft es in die Schlucht hinunter tost. Wir beschließen bereits jetzt, dass wir beim zurückwandern hier unsere Füße abkühlen.

Klack Klack, unsere Fotos haben wir schnell gemacht und wandern weiter entlang des Fischbachs in Richtung Staubfall. Der Wanderweg ist gut ausgebaut, führt uns teilweise über kurze Stegpassagen und beinhaltet einige Stufen, die wir ohne große Mühen überwinden. Nach ungefähr 15 Minuten Gehzeit erreichen wir den Staubfall. Obwohl ich den rund 200 Meter hohen Wasserfall bereits seit meiner Kindheit kenne und mindestens dreimal im Jahr zu diesem Logenplatz komme, bin ich immer wieder überwältigt von dem beeindruckenden Naturschauspiel, welches sich beim Durchwandern sogar hautnah erleben lässt. Wir steigen die natürlichen Stufen hinauf und nähern uns dem Wasserfall, einige Wasserspritzer landen bereits auf Sonnenbrille, Gesicht und Kleidung. Eine wohltuende Erfrischung. Wir gehen unter dem Wasserfall hindurch und sehen uns das prickelnde Wasser von der hinteren Seite an, anschließend steigen wir die kurzen Stufen hinab und wandern dem Pfad entlang weiter auf deutschem Staatsgebiet.

Der Staubfall bildet genau die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Jetzt könnten wir noch weiter in Richtung Laubau und bis nach Ruhpolding wandern. Heute ist es uns jedoch einfach zu heiß, wir wandern am selben Weg wieder zurück und bestaunen die beeindruckende Flusslandschaft.

Beim Fischbach angekommen ziehen wir unsere Schuhe aus, machen es uns auf einem schönen, runden Stein gemütlich und strecken die Füße ins eiskalte Gebirgswasser – brrrrrrr. Wir gönnen unseren Beinen, die vom kalten Wasser bereits ganz rot sind, eine Verschnaufpause und erfrischen unsere Arme. Ein herrliches Gefühl breitet sich im ganzen Körper aus, welches man an einem Badetag im Schwimmbad wohl nur bedingt wahrnehmen kann.

Wir bleiben noch eine ganze Weile am Fischbach, lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen, ehe es wieder Zeit für den Rückweg wird. Einkehrmöglichkeiten gibt es in Parkplatznähe beim Heutaler Hof sowie bei der Almrose. Der Wanderweg ist für Familien mit Kindern ebenso geeignet, da man in einer halben Stunde bereits den Staubfall erreicht. Der Wanderweg ist ab dem Fischbachfall nicht mehr mit dem Kinderwagen befahrbar.  

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