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Die grimmige Acht

Der Begriff „Gravel-Bike“ ist unter Bikern längst keine Unbekannte mehr, sorgt bei Laien allerdings immer noch regelmäßig für fragende Gesichter: „Was für Bikes?“. Jep, auch uns ging das zu Beginn so. Als wir aber feststellten, dass einige unserer Bike-Touren auf diversen Plattformen unter den besten Gravel-Touren im SalzburgerLand gelistet sind, nahmen wir uns diesem Thema an. Und so kam es, dass wir Max und seinen Spezl Christoph – zwei ausgewiesene Bike-Experten aus dem benachbarten Bayern darum baten, das Salzburger Saalachtal auf dessen „Gravel-Tauglichkeit“ zu prüfen. Aber lest selbst:

 

 

Denn wir überqueren die gleiche Brücke bei Reith und beginnen den wirklich zähen Aufstieg nach Mayrberg. Nicht, dass die in der Spitzte 21% Steigung ausreichen würden, nein, es ballert der gelbe Planet unentwegt auf unsere Häupter. Mein Kompanion hat sich längst verabschiedet und den Anstieg sportlich in Angriff genommen, während ich mich Umdrehung für Umdrehung, auf der Kippe zwischen Umfallen und einer weiteren Pedalumdrehung durch den Schotter kämpfe. Hierbei fällt mir ein, dass der bessere Name für die Tour „Die grimmige Acht“ wäre. Aber irgendwann ist auch das gemeistert und ich treffe meinen, auf dem Mayrberg wartenden Spezi wieder, der mir stolz verkündet ganze 6 Minuten rausgefahren zu haben und sein Strava ihn auf Platz 3 der Rangliste in diesem Anstieg positioniert. Ich kann mich, nach Luft schnappend gerade wenig dafür begeistern. Mehr jedoch für die erfrischende Abkühlung an einem nahen Bach.

Da wir noch ein paar Höhenmeter zu meistern haben, treten wir fleißig weiter bis wir endlich den Weg in Richtung Hundalm verlassen und sich der Blick gen Weißbach öffnet. Die kurvige Abfahrt vor Augen lassen wir es zuerst über Schotter und dann auf Teer richtig laufen. Bei einer kurzen Pause werfe ich die Frage auf, ob es nicht besser wäre die Tour andersrum und von Weißbach aus in Richtung Reith zu fahren. Nach einigem hin und her sind wir uns einig, dass der Anstieg wohl schöner wäre, aber dafür die Abfahrt mit dem Graveler recht knackig. Am Ende sind wir uns sicher, dass beides geht und davon abhängt, ob man lieber entspannt bergauf fährt und schwerer nach unten kommt oder eben andersrum.

Nachdem wir alle Höhenmeter hinter uns gelassen haben können wir recht geschafft (ich zumindest) locker zurück nach Lofer kurbeln. Hier wartet schon ein wohlverdientes Radler auf uns und die Gewissheit, dass die gleichen Räder nicht zwingend gleich schnell sind.


Die grimmige Acht– 55,4 km, 1360 Höhenmeter, geeignet für MTB oder Gravelbike

 

Wem die vorgestellte Runde zu steil oder zu lange ist, dem empfehle ich die folgenden Alternativen:

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