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Norddeutscher Charme im heimischen Tourismus

Gekommen, um zu Bleiben

„Dat Salzburger Saalachtal is heel wat besünners.“ So klingt Michael Baders Liebeserklärung in Plattdeutsch. Oder übersetzt: „Das Salzburger Saalachtal ist einfach super!“

 

Da, wo er herkomme, sei es so flach, „dass du vormittags schon siehst, wer nachmittags zum Kaffee kommt“. Michael Bader aus dem Kreis Cloppenburg in Niedersachsen sagt es lächelnd und in seiner trockenen, liebenswürdigen Art. Sedelsberg, sein Heimatdorf mit 2000 Einwohnern,  ist einer von vier Orten der Gemeinde Saterland. Hier gibt es Felder, Äcker, Moore, und die Nordseeküste ist nicht weit. Man isst Grünkohl mit Mettwurst oder Schweinebacke und spielt draußen Indianer. Auch wenn es kalt, feucht und windig ist. „Und es war doch schön“, lässt der 47jährige seine Kindheit Revue passieren. Als Junge spielte er Klavier und in einem Orchester das Akkordeon. Die Eltern Therese und Walter Bader führten ein Landgasthaus. Besonders Mutter aber, bekommt immer mehr Sehnsucht nach der Ferne. Zu der verhilft ihr Michaels Bruder Stefan.

 

Der landet 1983 als Urlauber im Salzburger Saalachtal und erfährt, dass in St. Martin der Martinerhof zum Verkauf steht. Den erwerben die Baders im Jahr 1985. Michael, der 13jährige, geht ins 25 Kilometer entfernte Gymnasium und absolviert anschließend die Kochlehre in Salzburg. Danach kocht er im Familienbetrieb, den er 2005 – nach dem viel zu frühen, unerwarteten Tod des Vaters – übernimmt. Dies gemeinsam mit Gattin Bettina, einer Kinderkrankenschwester aus dem deutschen Unterfranken. Das Hotel wird von 35 auf 70 Betten aufgestockt. Ansonsten bleibt das Haus, was es war – eine Drehscheibe der Geselligkeit. Hier kehrt jeder ein, der Handwerker ebenso wie der Akademiker. Hier finden Brauchtums-, Bildungs- und Vereinstreffen statt. Nur das „Hucken beim Stammtisch“, sagt der Gastronom jetzt in untadeliger Mundart, das hätte sich in unserer schnelllebigen Zeit fast aufgehört. Die Zufriedenheit seiner Gäste ist ihm sehr wichtig. Diese sei „eine Mischung aus vielen Zutaten“, erklärt der Hotelier, der seit einigen Jahren auch Obmann des Tourismusverbandes Salzburger Saalachtal ist. „Ruhe, Sicherheit, Sauberkeit, Entschleunigung“, würden seine Stammgäste am meisten schätzen, so der Vater zweier Söhne, der betont: „Gut, dass wir in unserem Landstrich noch so eine tolle Lebensqualität haben.“ Weil er selbst aus einer kleinen Ortschaft in der Tiefebene Norddeutschlands stammt, weiß er: „Da müssen schon alle an einem Strang ziehen, wenn etwas bewegt werden soll.“ Und er streut den Bewohnern im Saalachtal Rosen, indem er meint: „Schön, dass unsere Familie hier so gut aufgenommen wurde.“

veröffentlicht von
Christine Schweinöster
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