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Das Paradies vor der Haustüre

PAUSENGESPRÄCHE

Wenn Bernhard etwas Zeit für sich hat, verbringt er sie am liebsten im Sattel seines Mountainbikes. Immer wieder zieht es den „Friedlwirt“ von Unken hinauf in die facettenreiche Bergwelt des Salzburger Saalachtals – manchmal auch nur, um an einem besonders schönen Platzerl zu meditieren.

„Wenn man bei uns um die Kurve fährt, ist man wie in einer eigenen kleinen Welt“, sagt Bernhard. Wir treffen den „Friedlwirt“ an einem sonnigen Tag im Frühsommer. Vor der Tür des schönen Gasthauses und Hotels in Unken summen die Bienen, die Vögel zwitschern und im Hintergrund rauscht das Wasser der zwei kleinen Wasserfälle nahe dem Haus. Bernhard lehnt sich auf der Bank im gemütlichen Gastraum zurück und schaut lächelnd aus dem Fenster. Schon als Kind war er am liebsten draußen unterwegs, sagt er, und hat die Natur genossen. „Ich habe immer schon viel Sport gemacht“, erzählt Bernhard. „Besonders das Radfahren taugt mir. Ich geh einfach nur raus aus der Haustüre, setz mich aufs Rad und fahr los. Das ist super“, lacht Bernhard. Heute er gemeinsam mit seiner Frau Monika den Friedlwirt, den er von seinem Vater übernommen hat. Im Jahr 2019 hat er den Betrieb um 14 Appartements und einen Wellness-Bereich erweitert, die elf Zimmer im Haupthaus wurden generalsaniert. Bernhard ist die fünfte Generation, die das schöne Gasthaus bewirtschaftet, das am Ende der öffentlichen Straße liegt. „Nach uns kommen nur noch Forststraßen. Das macht es hier bei uns auch so reizvoll“, lächelt Bernhard.

Der Mountainbike-Geheimtipp hat sich in der Szene herumgesprochen

Die Tatsache, dass man direkt vor der Haustüre des Friedlwirt viele herrliche Bikestrecken zur Auswahl hat, hat sich herumgesprochen. Immer mehr Radtouristen kommen, um gemeinsam mit Bernhard und Monika die Bergwelt rund um Unken zu erobern. So verwundert es nicht, dass der Friedlwirt unter anderem Mitglied der Bike Spezialisten des Salzburger Saalachtals ist. Das bedeutet, dass Radfreunde hier besonders gute Bedingungen für ihr Hobby vorfinden – unter anderem eine Radwerkstatt, ein Bike-Service-Paket, Leihbikes, Kindertrailer oder eben zertifizierte Guides – wie Bernhard und Monika, die beide ausgebildete Mountainbike-Guides sind. Bernhard bietet zusätzlich auch Technik-Trainings an. „Das mit dem Biken hier in der Region ist alles ein bisserl auf meinem Mist gewachsen“, sagt Bernhard und grinst verschmitzt.

„Wir zeigen den Gästen die Platzerl, wo´s fesch ist“

Bernhard und Monika bieten verschiedene geführte Touren in die Bergwelt des Salzburger Saalachtals an. „Für uns geht es darum, den Gästen Entspannung in freier Natur zu bieten“, fasst Bernhard die Intention ihrer Biketouren zusammen. „Sie sollen ein bisschen rauskommen, den Alltag hinter sich lassen können.“ Er schaut kurz aus dem Fenster, lächelt, und fügt dann hinzu: „Wir zeigen ihnen einfach die Platzerl, wo´s fesch ist.“ Wenn es einmal nur eine kurze Tour sein soll, fahren Bernhard und Monika mit ihren Gästen am liebsten zur Winkelmoosalm hinauf und über das Heutal wieder zurück. „Mit dem E-Bike dauert das eine gute Stunde, das kann man schnell mal einschieben“, sagt Bernhard. Übrigens kommen nicht nur Gäste des Friedlwirts in den Genuss dieser Touren. Auch alle anderen sind herzlich dazu eingeladen, sich den Ausflügen. Und wer sein Rad im Urlaub im Salzburger Saalachtal nicht dabeihat, kann sich beim Friedlwirt eines der E-Mountainbikes leihen. „Wir verleihen auch Kinder-E-Bikes, für Kinder ab 10 Jahren“, sagt Bernhard. „Damit Familien gemeinsam an den Touren teilnehmen können.“ Nach den Biketouren mit seinen Gästen verschwindet Bernhard in der Küche. Wenn sich die Gäste auf der großzügigen Liegewiese hinter dem Haus entspannen oder das kühle Nass des nahen Baches genießen, gehen für den gelernten Koch die Vorbereitungen los. Frau Monika unterstützt ihn tatkräftig im Service.

Yoga und selbstgemachter Kuchen für die Seele

Um die Muskeln nach einer Radtour zu dehnen, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen oder als Alternative zum Biken bietet Monika Yogaeinheiten an – entweder im neuen Yogaraum beim Friedlwirt oder draußen in der Natur, unter freiem Himmel. Nach einer erfüllenden Yogastunde oder einer sportlichen Biketour stärken sich die Gäste mit Kaffee, selbstgemachtem Kuchen oder dem hausgemachten Holler- und Minzsirup von Monika.

„Oft fahre ich nur den Berg hinauf und meditiere“

Bernhard liebt die Vielseitigkeit seiner Heimat, doch ein paar Ecken haben es ihm besonders angetan. „Ich mag das Unkenbach Tal sehr gern“, verrät Bernhard uns strahlt. „Das ist so abwechslungsreich. Und selbst an einem sonnigen Tag wie heute sind dort nur wenig Menschen. Man fühlt sich fast ein bisschen allein auf weiter Flur, weil das Tal so weitläufig ist. Das finde ich sehr reizvoll.“ Auch der auf 1.565 Metern gelegene Berggipfel Schwarzeck in der Almenwelt Lofer ist eines von Bernhards liebsten Zielen. „Da fahr ich auch gerne am Abend noch rauf, wenn die Sonne schon beim Untergehen ist“, erzählt Bernhard. „Heimwärts geht’s dann über den Unkenberg. Wenn ich gut in Form bin, schaffe ich diese Strecke in zwei Stunden.“

Raus aus der Haustüre, rein in die Natur

Bernhard mag den sportlichen Aspekt beim Mountainbike, aber das ist bei weitem nicht alles, was ihn antreibt. „Oft fahre ich einfach nur den Berg rauf, setze mich zu einem schönen Platzerl und meditiere ein bisschen“, sagt Bernhard, „weil es so friedlich ist dort oben.“ Seit rund zehn Jahren ist er mittlerweile als Bike-Guide mit Gästen in seiner Heimat unterwegs. „Das taugt mir wirklich total – sonst hätte es eh keinen Sinn“, sagt Bernhard. „Und es ist richtig klasse, dass ich mit den Gästen nur bei der Haustüre rausgehe und draußen bin, mitten in der Natur. Das ist einfach schön.“

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