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Wandern mit Kindern

im Salzburger Saalachtal

„Wandern macht Spaß … zumindest, wenn ich Lust dazu habe.“ – So sehen das Eure Kids und stellen Euch, als Eltern, damit häufig vor eine ziemliche Herausforderung. Viele Dinge spielen eine Rolle, wenn es darum geht, Kinder zum Wandern und zur Bewegung an der frischen Luft zu motivieren. Hinzu kommt, dass Kinder so unterschiedlich sind wie die Bäume am Wegesrand. Was der eine lustig findet, ist für den anderen langweilig. Manche wollen alle 5 Minuten anhalten und etwas entdecken, andere lieber einen Wettlauf starten. Für das Gelingen einer Wanderung solltet Ihr deswegen immer den Satz im Kopf haben: „Wir begleiten unsere Kinder auf eine Wanderung und nicht sie uns.“  


Damit beim Wanderausflug mit der Familie trotzdem jeder auf seine Kosten kommt, möchten wir Euch einige Tipps mit auf den Wanderweg geben.

Wohin des Weges …?

Zunächst einmal fängt Eure Wanderung bereits im Wohnzimmer bzw. Hotelzimmer an – mit der Wahl einer passenden Tour. Dafür müsst Ihr Euch überlegen, ob Euer Kind die gesamte Strecke laufen soll oder ob Ihr lieber einen Kinderwagen oder eine Kraxe mitnehmen wollt. Dies ist natürlich entscheidend, wenn es darum geht, wie steil der Weg sein kann und wie der Untergrund beschaffen sein muss. In unserem Tourenportal findet Ihr die entsprechenden Infos zu geeigneten Routen.

Ihr könnt bestimmte Touren für Eure Kids auch erleichtern, indem Ihr die Verkehrsmittel in der Region nutzt. Viele davon sind mit der Salzburger Saalachtal Card für Euch kostenlos. Die Höhenmeter bis in die Almenwelt Lofer können bspw. mit der Almbahn I und II zurückgelegt werden, der Almerlebnisbus bringt Euch hinauf in den Naturpark Weißbach und weiter bis in den Nationalpark Berchtesgaden und die Postbuslinie 260 verkehrt im Salzburger Saalachtal fast immer im Stundentakt zwischen den einzelnen Orten. So könnt Ihr ganz einfach unterschiedliche Start- und Endpunkte miteinander verbinden.

 Wie hoch hinaus …?

Entscheidend für den Anspruch der von Euch gewählten Tour ist nicht nur die Länge in Kilometern. Wenn Ihr in den Bergen unterwegs seid, solltet Ihr immer auch die Höhenmeter beachten, die Euch bei der geplanten Wanderung erwarten. Wie schnell Ihr mit Euren Kindern voran kommt, wird außerdem von der Art der Wege bestimmt, auf denen Ihr unterwegs seid. Handelt es sich um breite Forststraßen, schmale Wald- und Wiesenwege oder gar alpine Steige, bei denen es Steine und Geröll zu überwinden gilt. Angaben zu Höhenmetern und dem Untergrund findet Ihr in allen Tourenbeschreibungen auf unserer Website. Falls Ihr damit noch nicht so viel Erfahrung habt, könnt Ihr Euch an den ungefähren Gehzeiten orientieren – aber Achtung auch dabei handelt es sich natürlich nur um einen Schätzwert.


Schafft mein Kind das…?

Die Frage lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Die kleine Johanna besteigt mit 5 Jahren mit Ihren Eltern schon erste Gipfel, ist durch einige Bergtouren schon ziemlich trittsicher und hat Spaß an der Herausforderung. Der 7-jährige Jonas dagegen hat mehr Spaß bei einer kleinen Rundwanderung auf der Alm und braucht viele Pausen zum spielerischen Entdecken der Umgebung.

Ihr selbst könnt Eure Kinder dabei wahrscheinlich am besten einschätzen. Seid Ihr Euch nicht sicher, wählt lieber eine etwas leichtere Tour. Nichts ist schlimmer als sie gleich bei den ersten Wandererfahrungen zu überfordern – und Ihnen damit auf lange Zeit den Spaß zu verderben.

Safety first …

Auch beim Thema Sicherheit am Berg zählt der Grundsatz: „Eine gute Vorbereitung ist alles.“ – Lieber eine Jacke zu viel dabei als zu wenig und lieber drei Mal den aktuellen Wetterbericht checken als überrascht werden. Gerade im Gebirge kann das Wetter unerwartet schnell umschlagen. Wenn für den Nachmittag Gewitter angesagt sind, dann springt lieber ein bisschen eher aus den Federn und startet Eure Tour frühzeitig.
Verschiedene Schichten übereinander sorgen dafür, dass man für jedes Wetter perfekt gekleidet ist und auch von spontanen Wetterumschwüngen nicht überrascht werden kann. 
Weiterhin solltet Ihr an ausreichend Verpflegung für unterwegs denken. Der Weg zur Hütte, auf der Ihr Eure Mittagspause geplant habt, kann immer mal länger dauern als erwartet.

Dann werdet Ihr sehr dankbar sein für die Müsliriegel und Apfelspalten, die Ihr vorher noch schnell eingepackt habt.  Außerdem fördern regelmäßige Jausenpausen mit gesunden Snacks, aber auch der ein oder anderen kleinen Leckerei, die Motivation und das Durchhaltevermögen Eurer Kinder.

Und wo bleibt jetzt der Spaß …?

Hier gilt: „Der Weg ist das Ziel.“ Ein Gliederung der Tour in kurze Etappen, die von Highlights entlang der Strecke unterbrochen werden, ist sinnvoll. Diese können beispielsweise Spielplätze, die Wandergolf-Stationen im Salzburger Saalachtal oder Installationen entlang von Erlebniswegen sein. Aber auch ganz ohne Angebote vor Ort könnt Ihr mit Euren Kindern „Spielend Wandern“ gehen … ein Blätterfloß bauen, Wald-Boccia spielen oder Hahn & Henne zähmen, sind einige von unzähligen Spielideen in der Natur.

Zusätzlich hilft natürlich auch ein lohnendes Ziel, um bei Euren Kindern die Schritte zu beschleunigen. Wer lässt sich nicht von einem Eintrag im Gipfelbuch, einer köstlichen Portion Kaiserschmarrn oder einer großen Kugel Eis motivieren das letzte Stück des Weges auch noch zurückzulegen.

Außerdem könnt Ihr bei den Kids mit Selbstständigkeit punkten. Ein eigener Rucksack gibt Ihnen das Gefühl ein richtiger „Bergsteiger“ zu sein und dürfen sie vorausgehen und den Weg entdecken, fühlen sie sich als „Bergführer“ besonders cool. Wenn sie sich dann noch, nach dem erfolgreichen Absolvieren einiger Touren, stolz die Wandernadel des Salzburger Saalachtals anstecken dürfen, könnt Ihr Euch einer Frage schon fast sicher sein: „Mama, Papa wann fahren wir wieder in die Berge wandern?“

Jetzt habt Ihr die Qual der Wahl:

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