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Mein erster Skikurs

Das erste Mal auf Skiern stehen, die ersten vorsichtigen Kurven auf der Piste wagen und neue Freunde, ohne Mama und Papa an der Seite, finden: Der erste Skikurs ist f├╝r Kinder ein aufregendes Erlebnis. Nicht selten wird an diesen Tagen die Leidenschaft f├╝r die Berge im Allgemeinen und f├╝r das Skifahren im Besonderen geweckt. So wie bei der sechsj├Ąhrigen Marie, die uns mit gl├Ąnzenden Augen von ihrem ersten Skikurs im Salzburger Saalachtal erz├Ąhlt.

ÔÇ×Wir fahren auf Urlaub, wir fahren auf Urlaub, ÔÇŽ!ÔÇť, ich kann im Auto nicht mehr ruhig sitzen, darum singe ich so laut ich kann. Mama und Papa lachen und singen sogar mit. Und es ist echt wahr, wir fahren auf Urlaub. Und nicht in irgendeinen Urlaub ÔÇô diesmal ist es etwas ganz Besonderes. Wir fahren auf Skiurlaub! Und ich darf ganz alleine einen Skikurs machen, weil ich ja jetzt schon gro├č bin. Ich freue mich so! Wie wohl die anderen Kinder im Skikurs so sind? Hoffentlich sind viele nette M├Ądchen da und nicht so doofe, wilde Jungs, die nur Bl├Âdsinn machen. Vielleicht finde ich ja eine neue Freundin?

Der Schnee glitzert wie in einer M├Ąrchenwelt

Papa sagt, dass wir in ein perfektes Familienskigebiet fahren und ich habe mir sogar den Namen gemerkt: das Salzburger Saalachtal. Da brauche ich mich nicht vor dem Liftfahren zu f├╝rchten, weil es dort einen Zauberteppich gibt, sagt Papa. Das ist wie eine Rolltreppe, nur ohne Stufen. Es gibt auch kindersichere Sessellifte, in denen mir nichts passieren kann.

Mama sagt, dass wir gerade ├╝ber die Grenze gefahren und bald da sind. Das glaube ich, weil die Berge jetzt auch immer gr├Â├čer werden. Es wird schon dunkel und ich schaue aus dem Autofenster. Die Lichter der Laternen unter dem vielen Schnee glitzern so sch├Ân! ├ťberhaupt schaut alles ein bisschen wie im M├Ąrchen aus, die mir Mama immer vorliest.

Ein pinker Schutzengel f├╝r den Kopf

Nach dem Fr├╝hst├╝ck, ist es endlich soweit: Gemeinsam mit Papa und Mama mache ich mich auf zur Skischule. Am Eingang zur Skischule werde ich gleich von einer Skilehrerin begr├╝├čt. Lisa hei├čt sie. Nach einer ÔÇ×High fiveÔÇť Begr├╝├čung (cool, oder?) geht sie gleich mit mir Skischuhe probieren ÔÇô St├Âcke brauch ich noch nicht, meint sie. Egal, Hauptsache ich bekomme Ski. Auf der Bank sitzt schon ein M├Ądchen mit braunen Haaren und ist gleich gro├č wie ich. Sie hat schon Skischuhe an. Lisa sagt, dass wir gemeinsam in der Gruppe sind und sie Ella hei├čt. Ella schaut zu mir r├╝ber und fragt mich, ob ich auch noch nicht Skifahren kann. Nat├╝rlich sage ich nein, weilÔÇśs ja so ist. Sie sagt, dann k├Ânnen wir ja gemeinsam hinfallen. Ella ist so nett. Ich glaube, sie wird meine Freundin. Jetzt aber zu den Skischuhen: Als ich das erste Mal in die Skischuhe hineingeschl├╝pft bin, hat sich das irgendwie komisch angef├╝hlt. Die Ella hat gesagt, ich gehe damit ein bisschen wie ein Roboter. Das habe ich lustig gefunden. Wir haben dann beide so getan, als w├Ąren wir kleine Ski-Roboter und mussten sehr lachen. Dann hat uns Lisa unsere Ski gezeigt. Ich finde meine total sch├Ân! Und zum Abschluss hat mir Lisa noch einen pinken Helm ├╝berreicht. Der Helm ist ganz wichtig, sagt Lisa. Er sch├╝tzt unseren Kopf ÔÇô wie ein Schutzengel.

Wir schweben mit der Gondel in die Almenwelt Lofer

Gleich geht┬┤s los! Fast vergesse ich zu Mama und Papa ÔÇ×Tsch├╝ssÔÇť zu sagen. Gemeinsam mit Lisa, Ella und den anderen Kindern aus dem Skikurs fahren wir mit den Gondeln in die Almenwelt Lofer hinauf. Die Gondel schaukelt ganz leicht und von hier oben schaut alles so klein aus. Auch Mama und Papa, die unten stehen und winken. Als wir oben sind, hilft uns Lisa die Ski anzuschnallen. Das ist gar nicht so schwer! Vielleicht liegt das aber auch daran, dass uns Lisa hilft.

Kurven machen, Bremsen und Zauberteppich fahren

Ich mache meine ersten Schritte auf der Piste. Das geht gar nicht so schwer. Der schwierige Teil kommt erst jetzt: Wir sollen das erste Mal runter fahren. Lisa zeigt uns, dass wir die H├Ąnde auf die Knie legen und mit den Skiern eine Pizzsaschnitte machen sollen. Ja echt, so hei├čt das. Das ist gar nicht so einfach, alles gleichzeitig zu machen. Nach einigen ├ťbungen ohne Fahren, m├╝ssen wir uns hintereinander aufstellen und Lisa wartet ein St├╝ckchen weiter unten auf uns. Am liebsten w├╝rde ich Ellas Hand nehmen und mit ihr gemeinsam losfahren, aber Lisa hat schon gesagt, dass das noch schwieriger w├Ąre. Mein Herz klopft so laut, dass ich es in meinem Kopf h├Âren kann. Jetzt bin ich dran. Ich fahre los und mache meine erste Kurve. Und es klappt wirklich. Ohne hinzufallen hab ich eine Kurve gemacht! Stehen bleiben ist aber leider schwieriger als Kurven machen, daher f├Ąngt mich Lisa auf. Ich bin da aber nicht die Einzige. Es geht allen so. Lisa meint, das ist normal. So machen wir das bis wir am Zauberteppich angekommen sind. Papa hatte recht ÔÇô der Zauberteppich ist wie eine flache Rolltreppe, wo man sich einfach nur draufstellen muss. Einmal verpasse ich fast das aussteigen, weil man da schon aufpassen und schnell sein muss. Wenn das Liftfahren so lustig ist wie die Fahrt mit dem Zauberteppich, dann freu ich mich jetzt schon darauf!

Skifahren mit Bobo und Lofino

Sp├Ąter, als wir alles schon ein bisschen besser konnten, haben wir dazwischen ein paar Spiele gemacht. Einmal ist Lisa vor uns hergefahren und hat mit den Armen gewedelt ÔÇô wie ein Vogel, bevor er wegfliegt. Das haben wir dann alle nachgemacht und viel gelacht, weil es so lustig ausgeschaut hat. Dann sind auch noch Bobo und Lofino gekommen und haben mit uns ge├╝bt! Bobo ist ein Pinguin und Lofino ist ein kleiner gr├╝ner Drache. Die beiden wohnen in der Almenwelt Lofer, sagt Lisa. Am Ende durften wir noch mit Lofinos Zauberzug fahren und Lofino ist sogar mitgefahren! Er hat fast nicht hineingepasst, so dick ist der.

Der erste Tag ist geschafft

Am Abend beim Essen fragen mich Mama und Papa wie der Skikurs war. Erst wei├č ich gar nicht, wo ich anfangen soll, weil ich so viele Dinge erlebt habe! Ich erz├Ąhle ihnen was wir alle gelernt haben, dass Ella so nett ist und dass ich auch einmal Skilehrerin werden will. Dann kann ich den ganzen Winter hierbleiben und Skifahren. Ich freue mich schon wieder auf morgen!

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