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Das Paradies vor der Haustüre

Pausengespräche

Wenn Bernhard etwas Zeit für sich hat, verbringt er sie am liebsten im Sattel seines Mountainbikes. Immer wieder zieht es den „Friedlwirt“ von Unken hinauf in die facettenreiche Bergwelt des Salzburger Saalachtals – manchmal auch nur, um an einem besonders schönen Platzerl zu meditieren.

 

 

 

„Wenn man bei uns um die Kurve fährt, ist man wie in einer eigenen kleinen Welt“, sagt Bernhard. Wir treffen den „Friedlwirt“ an einem sonnigen Tag im Frühsommer. Vor der Tür des schönen Gasthauses und Hotels in Unken summen die Bienen, die Vögel zwitschern und im Hintergrund rauscht das Wasser der zwei kleinen Wasserfälle nahe dem Haus. Bernhard lehnt sich auf der Bank im gemütlichen Gastraum zurück und schaut lächelnd aus dem Fenster. Schon als Kind war er am liebsten draußen unterwegs, sagt er, und hat die Natur genossen. „Ich habe immer schon viel Sport gemacht“, erzählt Bernhard. „Besonders das Radfahren taugt mir. Ich geh einfach nur raus aus der Haustüre, setz mich aufs Rad und fahr los. Das ist super“, lacht Bernhard. Heute führt der 45-Jährige gemeinsam mit seiner Frau Monika den Friedlwirt, den er vor 15 Jahren von seinem Vater übernommen hat. Erst dieses Jahr hat er den Betrieb um 14 Appartements und einen Wellness-Bereich erweitert, die elf Zimmer im Haupthaus wurden generalsaniert. Bernhard ist die fünfte Generation, die das schöne Gasthaus bewirtschaftet, das am Ende der öffentlichen Straße liegt. „Nach uns kommen nur noch Forststraßen. Das macht es hier bei uns auch so reizvoll“, lächelt Bernhard.

 

Yoga und selbstgemachter Kuchen für die Seele

Um die Muskeln nach einer Radtour zu dehnen, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen oder als Alternative zum Biken bietet Monika Yogaeinheiten an – entweder im neuen Yogaraum beim Friedlwirt oder draußen in der Natur, unter freiem Himmel. Nach einer erfüllenden Yogastunde oder einer sportlichen Biketour stärken sich die Gäste mit Kaffee, selbstgemachtem Kuchen oder dem hausgemachten Holler- und Minzsirup von Monika.

 

„Oft fahre ich nur den Berg hinauf und meditiere“

Bernhard liebt die Vielseitigkeit seiner Heimat, doch ein paar Ecken haben es ihm besonders angetan. „Ich mag das Unkenbach Tal sehr gern“, verrät Bernhard uns strahlt. „Das ist so abwechslungsreich. Und selbst an einem sonnigen Tag wie heute sind dort nur wenig Menschen. Man fühlt sich fast ein bisschen allein auf weiter Flur, weil das Tal so weitläufig ist. Das finde ich sehr reizvoll.“ Auch der auf 1.565 Metern gelegene Berggipfel Schwarzeck in der Almenwelt Lofer ist eines von Bernhards liebsten Zielen. „Da fahr ich auch gerne am Abend noch rauf, wenn die Sonne schon beim Untergehen ist“, erzählt Bernhard. „Heimwärts geht’s dann über den Unkenberg. Wenn ich gut in Form bin, schaffe ich diese Strecke in zwei Stunden.“

 

Raus aus der Haustüre, rein in die Natur

Bernhard mag den sportlichen Aspekt beim Mountainbike, aber das ist bei weitem nicht alles, was ihn antreibt. „Oft fahre ich einfach nur den Berg rauf, setze mich zu einem schönen Platzerl und meditiere ein bisschen“, sagt Bernhard, „weil es so friedlich ist dort oben.“ Seit rund zehn Jahren ist er mittlerweile als Bike-Guide mit Gästen in seiner Heimat unterwegs. „Das taugt mir wirklich total – sonst hätte es eh keinen Sinn“, sagt Bernhard. „Und es ist richtig klasse, dass ich mit den Gästen nur bei der Haustüre rausgehe und draußen bin, mitten in der Natur. Das ist einfach schön.“

 

Startet Eure Tour

veröffentlicht von
Christina Knauseder-Csipek
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