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Der lässigste Sommerjob

im Salzburger Saalachtal

Den ganzen Sommer lang nur Radfahren. Dabei eine der schönsten Regionen der Alpen vom Sattel aus erkunden, sich seine Zeit frei einteilen können und dabei auch noch Geld verdienen? Klingt fast zu schön um wahr zu sein, oder?

 

Nicht für Reini aus Lofer. Unter vielen Bewerbungen hatte er die Nase vorn und durfte sich im vergangenen Sommer über den ‚lässigsten Sommerjob 2020‘ freuen. Dass er dabei ganz nebenbei alle 480km Bikestrecken im Salzburger Saalachtal abfuhr, sämtliche Wegpunkte erfasste und so wichtige Daten und Informationen für die neue Beschilderung der Touren sammelte, lest Ihr hier. 

 

Wer kann sich nicht daran erinnern?

Sommerjobs – das waren doch die, die man von den Eltern aus machen musste, um in den Ferien eigenes Geld zu verdienen. Oder man wollte sich etwas Tolles kaufen und dafür galt es eben, in den sauren Apfel zu beißen. Denn so richtig Spaß gemacht haben die ja eigentlich nie. Den Sommer über in den Bergen herumradeln, die Region vom Sattel aus zu entdecken und dabei etwas Sinnvolles machen – das klingt dann doch schon eher nach unserem Geschmack. So etwas allerdings einen Job nennen, kann nur einer. Reini aus Lofer, der im vergangenen Sommer den lässigsten Sommerjob sein Eigen nennen durfte. Doch alles der Reihe nach.

 

Alles begann mit einer Stellenanzeige

„Der Sommer rückt in großen Schritten näher und es wird höchste Zeit sich nach einem geeigneten Sommerjob umzusehen. Wenn Du gerne mit dem Bike unterwegs und etwas technikaffin bist, haben wir vom Salzburger Saalachtal Tourismus den coolsten Sommerjob für dich“. Also schickte Reini eine Bewerbung an uns. Und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Ausgestattet mit einem Smartphone, einem E-Bike und natürlich einer genauen Karte der Region,

ging es im Juli 2020 ab in die Berge. Die Aufgaben, die er dabei in den kommenden zwei Monaten zu bewältigen hatte, waren ebenso spannend wie vielfältig. Im Zentrum stand das Erfassen aller Wegpunkte der Radtouren und das Sammeln der Daten, die bei der Errichtung der neuen und im SalzburgerLand vereinheitlichten Bike-Beschilderung herangezogen werden sollten. An jeder Kreuzung galt es zu schauen, welche Richtung der Weg hier einschlägt, Fotos wurden geschossen und sonstige Informationen gesammelt, die für das Errichten der Beschilderung wichtig waren. Dabei konnte er sich seine Zeit völlig frei einteilen.

 

Einmal mit dem Rad nach Wien – und wieder zurück

Insgesamt erfasste Reini in diesem, ‚seinem‘ Sommer, 685 Kreuzungspunkte, erhob Daten für 320 neue Schilder, die im Frühling 2021 errichtet wurden und saß rund 170 Stunden lang im Sattel. Das entspricht einer Strecke von Lofer nach Wien oder Stuttgart. Und wieder zurück. An regnerischen Tagen war er im Office und gab die Daten ins System ein, kontrollierte die Touren im Tourenportal, fügte Bilder hinzu, die er unterwegs gemacht hat und plante seine nächsten Ausfahrten. Leider geht auch die schönste Zeit wieder zu Ende und so drückt Reini mittlerweile wieder die Schulbank in der HAK Zell am See. Die Ergebnisse des lässigsten Sommerjobs werden uns allerdings noch lange begleiten und wir bedanken uns bei ihm für seine hervorragende Arbeit. Durch ihn haben wir jetzt eine lückenlose Bike-Beschilderung in der Region und auch die Wartung und Instandhaltung der Schilder ist durch die Digitalisierung der Touren von nun an wesentlich einfacher.

 

Ein Problem bleibt jedoch: Wie soll Reinis nächster Sommerjob nur annähernd mit diesem mithalten?

 

Habt Ihr Eure Touren schon geplant? Hier findet Ihr, angefangen von der Genuss-Radltour, über „Biken mit Kids“ bis hin zu sportlich knackigen Touren alle Infos zum Biken.

veröffentlicht von
Peter Zeitlhofer
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