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Klettern mit Kindern: Das Paradies für Kraxler

Klettern mit der ganzen Familie

Klettern und Klettersteig-Routen für die ganze Familie im Bergsteigerdorf Weißbach. Naturnahe Bergerlebnisse für Groß und Klein und gelebte Gastfreundschaft unter Bergfreunden verspricht die Naturpark-Gemeinde im Salzburger Saalachtal. 

Für unseren sportlichen Familienurlaub haben wir das Bergsteigerdorf Weißbach im Salzburger Saalachtal gewählt. Gemeinsam mit unseren vier- und sechsjährigen Jungs freuen wir uns schon seit Wochen auf das große Abenteuer im Fels. Schon bei der Ankunft in Weißbach sticht uns die unübersehbare glatte Felswand im Ortszentrum ins Auge. „Schau Papa, da klettern ganz viele Leute!“, ruft mein Großer begeistert, der es kaum erwarten kann, selbst sein Kraxel-Talent zu beweisen.

Gleich am nächsten Morgen treffen wir uns mit Markus Hirnböck von der Alpinskischule. Markus begrüßt uns herzlich und auf unsere Frage, ob auch unser Vierjähriger mit zum Klettern kann, lacht er: „Aber natürlich! Kindern ist der Drang zum Kraxeln angeboren. Ich habe spezielle Komplettgurte für die kleinsten Kletterer und erkläre euch auch genau, wie die Ausrüstung anzulegen ist und wie ihr euch mit Kindern am Fels und im Gelände bewegt.“ Unser Kleiner ist begeistert, als Markus ihn mit Kletterschuhen ausrüstet, auf denen ein quietschgrünes Krokodil zu sehen ist. „Damit beißt du bei jedem Schritt in die Felswand“, meint der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer mit einem Augenzwinkern. Auch der Große hüpft schon aufgeregt um uns herum, und stolz zeigt er uns den Haifisch, der seine Kletterschuhe ziert. Zuerst gewöhnen wir uns ganz spielerisch an den Felsen. Noch ohne Gurt und Seil kraxeln wir gemeinsam in Absprunghöhe. „So lernen wir das Greifen und Steigen“, verkündet Markus. Unsere Jungs meistern diese Übung perfekt und beweisen großes Geschick. 

Ab in den Fels

Am Alpenvereins-Klettergarten an der mächtigen Felsplatte ist es für uns alle dann so weit. Nach einer kleinen Knotenkunde und Theorieeinheit in Sicherung und Seilkommandos schlüpfen wir in unsere Gurte, setzen die Helme auf und sind startklar für die erste kleine Route. „Für den ersten Versuch wird Papa gemeinsam mit dir nach oben klettern“, meint Markus zu unserem jüngsten Sohn. Gut gesichert vom Profi klettere ich langsam neben den Kleinen etwa zehn Meter nach oben. Dann lautet das Kommando: „Hineinsetzen in die Klettergurte!“. Quietschend vor Vergnügen baumeln wir an der Felswand und ganz sachte lässt uns Markus wieder zurück auf den Boden. „Na das funktioniert ja schon prima! Der Große und Mama können diese Übung einzeln absolvieren, während euch Papa unter meiner Aufsicht sichert“, verkündet Markus und meine Augen glänzen vor Stolz, als ich beobachte, wie die beiden mühelos und mutig entlang des Top-Rope Seils nach oben kraxeln. 

Nach ein paar weiteren Versuchen ist es Zeit für die nächste Herausforderung.

Die Gams Kitz 

Der zweite Teil des Kurses führt uns in den neu errichteten Kinder-Klettersteig „Gams Kitz“, der ebenfalls im Alpenvereins-Klettergarten startet. Dieser wartet mit einer Schwierigkeit von A/B und einer Länge mit 180 Meter auf uns. Markus erklärt uns den Ablauf: „Dieser Klettersteig wurde extra für Anfänger und Familien – vor allem mit kleineren Kindern – errichtet. Jeder bekommt jetzt zusätzlich Handschuhe und sein eigenes Klettersteig-Set mit zwei Karabinern zum Einhängen in die Stahlseil-Sicherung. Ich bleibe beim Kleinen und Papa bildet mit dem Großen ein Team. Denn am Klettersteig ist es wichtig, die Kinder nie alleine zu lassen. Zusätzlich werden sie mit einem speziellen Sicherungs-Seil vom erwachsenen Teampartner gehalten.“ Begeistert folgt ihm unser Kleiner entlang des Stahlseils nach oben und nach und nach steigen auch wir in den Klettersteig ein. Wir kraxeln, steigen über Stufen und halten uns bei Querungen im Stahlseil ein. Besonders Stolz sind die Jungs natürlich, dass sie auch den sogenannten „Furchti und Angsti Quergang“ ohne Furcht und Angst gemeistert haben. Am Ende des Klettersteigs angekommen verkündet Markus: „Hier legen wir eine Pause ein und ihr könnte Euch noch im Gipfelbuch verewigen.“  

Infiziert vom Klettervirus

Zurück am Ausgangspunkt ist für uns klar: „Wir sind vom Klettervirus infiziert!“ Lachend verrät Markus: „Das geht den meisten so. Die Kinder können Montag und Donnerstag im Rahmen unseres Sommerprogramms gleich weitermachen. Bei Schönwetter klettern wir am Fels, bei Schlechtwetter weichen wir in die Kletterhallte in Weißbach aus, das ist immer ein Spaß. Inzwischen können sich die Eltern im Ort ein Klettersteig-Set ausleihen und gemeinsam den Einsteigerklettersteig ,Zahme Gams’ oder einen schwierigeren Klettersteig bezwingen. Oder sie schreiben sich auch für einen Kletterkurs ein, um später Routen im Vorstieg gehen zu können. Denn es gibt hier im Bergsteigerdorf Weißbach noch viele weitere Kletterrouten für alle unterschiedlichen Könnerstufen zu erkunden. Sicherheit und gute Ausrüstung steht dabei an oberster Stelle.“ Ein Blick in die Kletterbroschüre bestätigt dies, und lachend meine ich zu meiner Frau und den Kindern: „Ich denke, wir werden bei diesen vielen Möglichkeiten hier im Bergsteigerdorf Weißbach wohl Stammgäste und mit der Zeit noch richtig große Kraxler werden.“ Mit vor Stolz und Begeisterung glänzenden Augen überlegen wir den Rest des Tages aufgeregt, welche einzigartigen Kletterabenteuer hier in Zukunft noch auf uns warten. 

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